TSVTSV Eppstein

Vereinsgeschichte IV:
Die Fusion



Aus wirtschaftlichen uns sportlichen Gründen folgte im Jahre 1969 der Zusammenschluss des Turnvereins 1889 e.V. und des Vereins für Sport- und Körperpflege e.V., wobei damals auch die Weichen für einen Eppsteiner Großverein gestellt hätten werden können. Der Verkauf des Turnerheims, das erst 14 Jahre in dessen Besitz war, sowie sparsamste Haushaltsführung in den ersten Jahren nach der Fusion stellten den neuen Verein - den Turn- und Sportverein Eppstein 1889/1910 e.V. - auf ein gesundes finanzielles Fundament, das er sich bis in die heutige Zeit bewahrt hat.
Der sportliche Betrieb war zunächst vom Fußball und Turnen geprägt. 1971 begann man mit dem Umbau der vereinseigenen Gaststätte in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 1 - dem ehemaligen VfK-Heim. Doch bereits 1974 wurden die Anstrengungen der Mitglieder abrupt durch einen Schwelbrand unterbrochen, durch den der Verein über Nacht ohne Räumlichkeiten dastand. Die damalige Vereinsführung beschloss einen Dreistufenplan, in dessen erster Phase die Wiedererrichtung der Vereinsgaststätte stand, die bereits 1975 wieder in Betrieb genommen werden konnte. Der zweite Bauabschnitt umfasste den Umkleide- und Duschtrakt, die Kegelbahn und den Jugendraum, der 1978 in Angriff genommen wurde.
1981 kehrte dann nach zwanzigjähriger Abstinenz der Handballsport nach Eppstein zurück, wobei sich die neue Abteilung ausschließlich dem Hallenhandball und nicht wie noch in den sechziger Jahren dem Feldhandball widmete. 1984 musste dann nach erheblichen Sturmschäden das Dach der Vereinsgaststätte ganz erneuert werden. So dauerte es nach dem Abriss der alten Halle im Jahre 1982 und der parallel zur Dachsanierung laufenden Neugestaltung der Toilettenanlagen 1984, knapp fünf Jahre bis mit dem Neubau der TSV-Halle begonnen werden konnte. Parallel zum dritten Bauabschnitt, der fast genau auf den Tag zwei Jahre in Anspruch genommen hat, musste auch das Dach des Umkleide- und Duschtraktes saniert werden, was die Vereinskasse zusätzlich belastete. Am 4.11.1988 wurde die Halle - nachdem über 17000 freiwillige Helferstunden geleistet waren - vor Vertretern aus Politik und Sport offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Kurz vor den Einweihungsfeierlichkeiten wurde auch die Gaststätte nach 13 Jahren von Grund auf renoviert, so dass nach Jahren harter Arbeit ein Zentrum für Vereinsmitglieder, Sportfreunde und Bürger geschaffen wurde, welches in der Umgebung seinesgleichen sucht. Das der Verein auch weiterhin ein solides finanzielles Fundament vorweisen kann, ist einerseits auf die freiwilligen Leistungen der Mitglieder und andererseits auf die umsichtige Hand-lungsweise des Vorstandes zurückzuführen.
Neben dem baulichen Fortschritt verzeichneten auch die Sportler einige bemerkenswerte Erfolge. So errangen die Fußballer 1986 die Meisterschaft der B-Klasse Frankenthal und stiegen damit in die A-Klasse Nord Vorderpfalz auf. Dieses Ereignis jährte sich auf den Tag genau mit dem Aufstieg der Fußballer in die gleiche Klasse vor 25 Jahren, wodurch dieser sportliche Erfolg gebührend im Gemeindezentrum Pilgerpfad gefeiert wurde. Die Handballer wurden zwei Jahre später - 1988 - Meister der Kreisklasse C1 und stiegen somit in die B-Klasse auf. Die Gymnastikabteilung vertrat den Verein mit großem Erfolg beim deutschen Turnfest in Berlin 1988 und kehrte mit Ehrungen im Gepäck nach Eppstein zurück. Bei der Jugend aller Abteilungen, die im Mittelpunkt der derzeitigen und zukünftigen Vereinsinteressen steht, schließt sich der Kreis wieder zu den Idealen des Turnvater Jahns, der damals, wie heute die Verantwortlichen des Turn- und Sportvereins Eppstein 1889/1910 e.V. der Jugend Ideale und Lebensziele geben wollte.